6. Runde: Ein Kantersieg, ein Unentschieden und drei Punkte fürs Saisonziel
Zuerst zwei Sätze in eigener Sache - es gibt wohl keinen geeigneten Einstieg für einen Hoppers-Anhänger als heute nach diesem Spiel. Und ich weiss auch nicht, ob ich heute schreiben würde, wäre das Spiel anders ausgegangen. Aber sei’s wie’s sei, wenden wir uns der Buchhaltung zu.
Am ausgeglichensten hätte eigentlich wohl das Duell zwischen den nach Runde 5 noch punktgleichen Wallisern vom FC Sion und dem Meister enden müssen. Eigentlich. Geht man nach dem Urteil des zweiten Westschweizer Kanals hat Sion-Hüter Vailati einen schwachen Tag eingezogen (Gut, steht am Mittwoch Fabio Coltorti im Tor der Schweizer Nati – es gab ja mal Stimmen, man müsste ebendiesen Vailati zwischen die Pfosten stellen). Jedenfalls gewann der FCZ überlegen mit 5:0 und hat seinen Ambitionen auf einen Hattrick bei den Meistertiteln Nachdruck verliehen – unter der Voraussetzung natürlich, dass der Ausverkauf nicht noch weiter geht (Cesar spielte heute nicht (mehr?!)). Gut, hat Hertha dieses Wochenende gewonnen – vielleicht ist ihre Mannschaft inzwischen ja stark genug und Favre muss nicht mehr weiter nachziehen.
Im interkantonalen Derby in Bern vermochten sich die Young Boys nicht gegen den FC Thun durchsetzen. Trotz personeller Überzahl – Di Fabio flog in der 59. mit gelb-rot vom Platz – endete das Spiel torlos.
Nicht so jenes im Hardturm, wo das Spiel mit ein paar Minütchen Verspätung losging, weil die Basler Fans kurz die Sicht auf dem Spielfeld versperrten (was die Zuschauer auf Teleclub ungleich stärker betroffen haben dürfte als jene 12’700, die live dabei waren). Leider blieb die Hitze neben dem Platz stärker als jene auf dem Feld, zumindest, was das Spiel der rot-blauen anging. Die Grasshoppers spielten in der ersten Halbzeit über weite Strecken besser, wenn auch die erste Chance nach rund einer Minute Chipperfield gehörte, der an Coltorti scheiterte. Letzterer hatte in der Folge weniger zu tun und reagierte gut, wenn es gefordert war. Demba Touré zeigte in der 25. Minute, warum ihm der Übername “Chancentod” nicht gerecht wird und schoss die Hoppers mit einem schönen Treffer in Führung. (Dass er später wieder den einen oder anderen Ball verstolperte und der Übername damit doch nicht von ungefähr kommt, sei mal nur am Rande bemerkt.) In der zweiten Hälfte entschied sich das Spiel dann bald, als GC – wieder mit Touré – das 2:0 fast schon verbucht hatte, hätte Zanni den Senegalesen nicht in höchster Not am Einschuss gehindet, was folgerichtig mit der roten Karte und einem Penalty geahndet wurde, den Dos Santos verwertete. Danach liess blau-weiss den Ball laufen und von der zuletzt in den Spielen gegen YB, Aarau und Luzern am Ende aufgetretenen Hektik war nichts mehr zu spüren.
In der Tabelle führt der Meister nun mit 3 Punkten Vorsprung vor Basel und Sion (beide mit negativem Torverhältnis); YB, GC, Xamax, Aarau und Luzern liegen im Mittelfeld mit 4 bis 6 Punkten Rückstand, während Thun mit 5 und St. Gallen mit (endlich) 3 Punkten das Schlusslicht bilden. Naja, noch ist die Saison ja jung und bestimmt wird noch viel passieren. Achja, um dem Titel gerecht zu werden: Platz 5 soll GC dieses Jahr erreichen. Das wäre geschafft – es geht also nur noch darum, nicht schlechter zu werden…
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