Na toll – nur noch Leichtbier und keine Sonderzüge mehr
Ja super, der 7. Runde Tisch gegen Gewalt in und um den Sport hat gestern entschieden, dass es mittelfristig kein normales Bier mehr in Fussballstadien geben wird. Es darf nur noch Leichtbier ausgeschenkt werden. Bei Hochrisikospielen, soll es gar kein Bier mit Alkohol mehr geben.
Zudem wurde beschlossen, dass es künftig keine Sonderzüge der SBB mehr geben wird für Fussballfans. Die Fans sollen mit Charterfahrten per Bus zum Stadion und wieder zurück gefahren werden. Ausserdem müssen die Fans von Club-Betreuern begleitet werden müssen.
… zum Thema Alkohol will ich mich nicht mehr äussern, da habe ich mir schon die Finger wund geschrieben hier im Blog. Kurz gesagt, eine Frechheit, was nichts bringen wird. Es wird einfach vor dem Stadion gesoffen und dann gleich harten Alkohol.
Doch jetzt will man die Fans auch noch zwingen mit einem Bus zu fahren? Ich frage mich wie Sie das durchsetzten will. Noch werde ich zu Auswärtsspielen so anreisen wie ich das will. Sei das mit dem Zug oder mit dem Auto. Einen Sonderzug braucht es ja so oder so nicht aus der Sicht der Fans. Denn heutzutage ist es ein leichtes Spiel sicher für einen Zug zu verabreden, was ja auch schon öfters in der Vergangenheit der Fall war. Was passiert dann, dann werden sich normale Fahrgäste belästigt fühlen und auch wieder reklamieren. Wenn jemand randalieren möchte, macht er das auch in einem normalen Zug. Wenn jemand nach dem Spiel Zoff machen will, wird er einfach den Car nicht besteigen und so weiter. Was ist mit dem Umweltschutz gedanken? Als Saisonkarten Inhaber des FCB muss ich sogar für den ÖV bezahlen ob ich will oder nicht und jetzt wollen Sie uns den ÖV dafür verbieten.
Für was hat den der FCB extra einen Bahnhof gebaut beim Stadion? Wird der jetzt einfach verwaisen? Was machen alle die kleineren Clubs wenn plötzlich X Car’s mit FCB Fans vorfahren? Was macht der FCB wenn plötzlich X Car’s vorfahren? Woll sollen denn all diese Fans aussteigen, ohne in Kontakt mit Basler zu kommen? Noch lustiger wird es beim Einsteigen. Wir kennen das ja, irgend einer fehlt immer, dass der Car nicht abfahren kann. Die Fans kommen ja nicht in der selben Reihenfolge wieder raus, wie sie reingegangen sind. Stehen dann X Busse vor dem Joggeli, also schöne Zielscheiben für Randalen? Was wird ein “Spass”, wenn all unzähligen Flaschen etc. gegen die Car’s geschmissen werden. Oder wird jetzt ein noch höherer Zaun gebaut? Aber bei Ausschreitungen werden die Busse erst gar nicht in die Nähe des Stadion gelangen. Oh wie ich mich freue, das wird ein schönes Chaos. Doch was das gegen Ausschreitungen etc. helfen soll, soll mir bitte einmal jemand erklären.
Das Problem oder die Probleme werden so nicht gelöst, höchstens verschoben und zwar in die unteren Ligen, da sieht man ja im Ausland. England wird immer als gutes Beispiel genannt. Die Fans in der Premier League sitzen brav auf ihrem Stuhl, haben keine Fahnen und Banner und die Stimmung ist auch im Keller. Doch in und um dem Stadion ist es dafür ruhig. Das mag wohl stimmen, doch dass jetzt in den unteren Ligen in England Mord und Totschlag herrscht, von dem will niemand etwas wissen.
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Am 25. Januar 2010 um 13:27 Uhr
Liebe Fussballfans
Es ist nicht so, dass es zu Auswärtsspielen eurer Mannschaften keine Extrazüge mehr geben soll. Wie der nachfolgende Auszug aus der Medienmitteilung des VBS im Anschluss an den Runden Tisch vom Freitag zeigt, ist diese Möglichkeit nach wie vor gegeben:
«Organisierte An- und Abreisen finden immer mit Fanbegleitung durch die Klubs oder den von diesen beauftragten Organisationen statt. Anstelle von Extrazügen in der Verantwortung der SBB werden Charterreisen in der Selbstverantwortung der Fangruppierungen eingesetzt. Die Umsetzung erfolgt schrittweise im Laufe dieses Jahres, verantwortlich dafür sind die Fanorganisationen in Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen.»
In der im Anschluss daran verbreiteten Meldung der Nachrichtenagentur SDA war am Freitagabend jedoch nur noch von Carreisen die Rede. Wir liessen dies bei der SDA umgehend korrigieren. Allerdings wurde die Korrektur nicht mehr in allen Medien berücksichtigt.
Damit keine Missverständnisse aufkommen, erläutern wir euch den neuen Ansatz für Extrazüge an die Auswärtsmatches eurer Teams:
1. Fahrten per Extrazüge an die Auswärtsmatches von Klubs der obersten beiden Fussballigen sind nach wie vor möglich.
2. Die SBB stellt nicht nicht mehr automatisch Extrazüge zur Verfügung, sondern nur noch auf Bestellung (Charterzüge).
3. Der Besteller des/der Charterzüge ist für die Extrazüge verantwortlich (unter anderem Einhaltung der Benutzerordnung in dem/den von ihm bestellten Zug/Zügen).
4. Ansprechpartner sind die Fanverantwortlichen der Klubs; diese wiederum kennen ihren jeweiligen Ansprechpartner bei der SBB.
Wir wünschen euch auf den Rückrundenstart faire, gewaltfreie und möglichst erfolgreiche Spiele eurer Lieblingsmannschaften.
Freundliche Grüsse
Reto Kormann
Mediensprecher SBB
Am 25. Januar 2010 um 13:53 Uhr
Liebe SBB, Reto
Vielen Dank für die Richtigstellung.
@all
Ob es die Sache viel besser macht bezweifle ich einwenig. Es ist zwar toll, dass man doch noch mit dem Zug anreisen darf, was ich sehr begrüsse. Doch wer kann schon einen ganzen Zug schützen. Wenn Sion Fans mit dem Zug nach Basel reisen, dann ist dies wohl kein Problem, die brauchen dann so oder so nur ein Abteil
. Was aber wenn die Fans einen ganzen Zug füllen? Wer soll diesen schützen, wenn es nicht einmal die Polizei schafft?
Was die Club wohl dazu bringen wird, doch auf Car’s umzustellen, diese sind sicherlich leichter unter kontrolle zu halten, auf jedenfall auf der Reise. Was die Probleme aber nicht schmählert, wie ich ja oben bereits geschrieben habe.
Ich befürchte das ganze wird einfach darauf hinauslaufen, dass es keine offiziellen Transporte mehr geben wird. Die Fans halt einfach “privat” anreisen. Sich halt in normalen Zügen ober Bussen zu Gruppen zusammenrotten. Oder ganz einfach einen Treffpunkt vor dem Stadion vereinbaren. Wie es ja jetzt auch schon gang und gäbe ist.
Versteht mich nicht falsch, ich befürworte auf keinen Fall solche Chaoten. Doch diese Massnahmen sind in meinen Augen für die Katze.