Zu Gast bei Freunden: Dortmund Reisebericht
Ein bisschen spät kommt mein Dortmund Reisebericht. Aber lieber spät als gar nicht
Für die Reise nach Dortmund haben wir uns mehr oder weniger kurzfristig für die Reise mit dem Zug entschieden. Dies erwies sich auch als sehr gemütliche Reise, mit dem ICE mit 300 km/h durch Deutschland zu flizen. Einer der Zwischenstopps war in Köln und wir träumten bereits vom 1/8 Finale
.
Endlich in Dortmund, mussten wir weiter nach Bochum. Leider hatten wir einwenig Pech mit dem Hotel. Denn als wir dieses Buchten, dachten wir, wir fahren mit dem Auto. Da wir aber mit dem Zug unterwegs waren, mussten wir den mehr oder weniger langen Weg über Bochum machen, da es keine Verbindung gab direkt zum Stadion.
Im Hotel erwarteten uns schon zahlreiche Ghana Fans, die sich im Chillen oder Tanzen auf der Strasse übten
. Da der Weg realtiv weit war bis Dortmund entschieden wir uns, erst am Spieltag nach Dortmund zu gehen. So haben wir nach einem kühlen Cocktail an der Gartenbar, die nächste Döner-Bude gesucht (im Hotel war Tag der Offenen Türe mit Volksfeststimmung, sprich es gab nur Würste vom Grill). Dort trafen wir auch wieder einige Gahna Fans, die für den Lacher des Abends sorgten. Sie wollen ein Hühnchen zum mitnehmen bestellen. Da aber weder die Ganhar noch die Verkäuferinen gut Englisch sprachen, versuchten sie es mit Zeichensprache und gebrochenem Englisch. Dabei kam dann raus: “I take a Chicken bye bye”
. Damit wollte er sagen, dass er es gerne mitnehmen möchte, wir konnten nicht mehr. Aber es hat dann schlussendlich geklappt.
Mehr oder weniger Pünktlich waren wir dann auch im Hotel uns sahen den Match Frankreich – S. Korea im TV. Beim Tor der Koreaner, war plötzlich die Hölle los im Hotel. Die Gahna Fans trommelten plötzlich und tantzen wieder auf der Strasse
Am nächsten morgen als wir in den Speisesaal kamen um unser Frühstück zu essen, war der ganze Saal voller Gahna Fans und wir kamen natürlich schon wieder in rot-weiss. Die haben uns angeschaut als wären wir von einem anderen Stern. Wir haben uns dann entschlossen auf der Terrasse zu essen
.
Dann ging es auch schon los Richtung Dortmund und am Bahnhof von Dortmund haben wir uns entschlossen erst gar nicht erst in die Stadt zu gehen, sondern direkt zum Stadion. Beim Security Check wurde ich diesmal zwar fast kastriert vor lauter abtasten. Man, der wollte es aber wissen. Das Beste an der Sache, die Kamera die mir in Stuttgart abgenommen wurde, interessiert ihn überhaupt nicht, ebenfalls Werbung auf Fahnen etc. war Ihnen wohl egal, auf jedenfall als wir rein sind. Ist doch lustig wie die Weisungen unterschiedlich intepretiert und umgesetzt werden. Das Stadion ist absolut eindrücklich alleine schon von aussen. Natürlich stürmten wir gleich auf unsere Plätze um das Stadion einmal leer zu sehen. Wow, das ist ein Stadion. Da kann man wirklich nicht mehr viel besser machen. Ok es ist vielleicht nicht das schönste, aber ein absolut geiles Fussballstadion. Kein Vergleich mit Stuttgart. Man sitzt sogar ganz oben noch näher am Spiel als in Stuttgart. Diese Tribünen sind absolut atemberaubend. Auch das Catering hat super funktioniert, hier waren die Helfer top vorbereitet und es gab mehr als genügend Leute und Stände. Herrlich fanden wir nur mal wieder die FIFA Regel, dass man nicht mehr als 3 Biere pro Person kaufen darf. Wir waren aber 4, ihr könnt auch die Diskussionen vorstellen
. Aber dafür kann ja Dortmund nichts, das war ja überall so. Und da wir ja wirklich wie Freunde behandelt wurden, gab es da auch die eine oder andere Ausnahme. Danke
Schon bald füllte sich das Stadion allmählich und der Fussball wurde richtig zelebriert. Die Ankunft der Mannschaft wurde kommentiert und auf den Leinwänden übertragen etc. Apropos Leinwände, das wäre ev. der einzige Punkt den ich an diesem Stadion bemängeln würde. Die sind doch sehr unglücklich aufgestellt worden, jeweils in den “Ecken” des Stadions, nur leicht erhöht. Aber wir waren ja im Stadion und wollten das Spiel live sehen und nicht auf dem Bildschirm.
Nach X Runden Bier und sonstigem
, kamen dann auch schon die Spieler direkt vom Bus auf den Platz. Und da kochte die Stimmung bereits zum erstenmal auf, obwohl natürlich das Stadion noch nicht ganz gefüllt war. Später kamen Sie dann zum einwärmen auf den Platz und sahen wohl zum erstenmal ca. 50’000 Schweizer in eine Stadion und erst noch in Deutschland und nicht etwa Zuhause in der Schweiz, mal abgesehen davon, dass wir leider gar nicht so grosse Stadion haben. Praktisch das gesamte Stadion war rot-weiss und dazwischen hatte es ganz vereinzelt noch ein paar Togo Fans, sowie einige Deutsche.
Die Akustig in diesem Stadion war gigantisch, die Fans feuerten die Schweizer fast non-stop an, dabei wurden wir wohl auch noch von einigen Deutschen Fans unterstützt. Die sich fast alle mit der Nati identifiziert hatten, jedenfalls für dieses Spiel oder besser gesagt bis zum 1. Goal der Schweizer.
Danach war leider die Stimmung zusammen gebrochen, obwohl wir in Führung lagen. Und plötzlich hörte man immer wieder Togo, Togo rufe aus den neutralen Sektoren. Ich denke die Deutschen war dann plötzlich Togo Fans
. Aber es war schon einwenig enttäuschend von den Schweizern, die doch in Stuttgart noch 90 min. non-stop bei höllischer Hitze für Stimmung sorgten. OK in vielen Schweizer Stadion wär man wohl froh gewesen man hätte einen ähnlichen Support erhalten. Dennoch sahen sich sogar einige Spieler dazu hingerissen, das Publikum anzuheizen. Zum Glück viel ja dann doch noch das 2:0 und das Fest konnte weiter gehen.
Der negativ Punkt an diesem Spiel, war sicherlich der Aufruf, bitte in Sektor XY hinsetzten! Das war ja der Hammer, zum Glück waren wir bei den Stehplatzrampen, wo uns wohl niemand zum sitzen hätte zwingen können (natürlich hatte es Klappsitze, da es ja nur Sitzplätze geben durfte).
Nach dem Spiel fuhren wir mit der S-Bahn zum Fan-Fest im Zentrum von Dortmund. Und da ging die Post wieder so richtig ab. Der ganze Platz tantze und sang und war natürlich fest in rot-weisser Hand. Selbst der DJ schmetterte ein Schweizer Hit nach dem anderern runter. Natürlich auch “Bring en Heim” vom Baschi
. War Cool als tausende diesen Song aus voller Kehle sangen. Irgendwann nach den übrigen Spielen und weiteren Bieren, Currywürsten und Kebap’s zog es uns wieder zurück ins Hotel in Bochum, wo wir dann am nächsten Mittag wieder mit dem ICE Richtung Basel fuhren. Natürlich wieder über Köln und wir sagten uns, mit einem Sieg über S.Korea kommen wir wieder
und so kam es ja dann auch, dazu aber später mehr.
Alles in allem war Dortmund absolut genial. Wir fühlten uns wirklich wie bei Freunden, das Wetter war super, sensationelles Stadion, super Stimmung und erst noch 3 Punkte
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